04.01.2017 | ArcelorMittal Deutschland

Stahlverbundbau: Einfacher bauen nach Eurocode

ArcelorMittal hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) der Cofrastra-Verbunddecken-Profile auf die Eurocode-Normung umgestellt. Damit entsprechen die Verbunddecken auf Cofrastra-Basis den Regelungen der europaweit einheitlichen Normung als auch den Anforderungen der deutschen Bauordnungen.

Cofrastra -Verbunddecken sind leichte Deckensysteme, die aus Stahlprofiltafeln, Zusatzbewehrung und bauseits aufgebrachtem Ortbeton bestehen, wobei die Profile bei dieser Bauweise nacheinander als Schalung und Bewehrung dienen.

In der Zulassung Z-26.1-22 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) sind nun alle Cofrastra-Verbunddecken-Profile gebündelt und erlauben eine Bemessung nach DIN EN 1994. Zudem umfasst die Zulassung die charakteristischen Merkmale nach DIN EN 1993-1-3, die auch im  Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis (AbP) dokumentiert sind. „Die Zulassung bedeutet vor allem eine Vereinfachung für unsere Kunden“, erläutert Lars Pfeiffer, CEO der ArcelorMittal Construction Deutschland GmbH. „Die Zusammenfassung und Konsolidierung  der Cofrastra -Produktpalette im Rahmen der Zertifizierung bringt mehr Nutzerfreundlichkeit. Zudem haben wir einige Neuerungen auch bauaufsichtlich eingeführt.“

Große Spannweiten, einfacher Brandschutz

Mit den Produkten Cofrastra 40, Cofrastra 56 S und Cofrastra 70 bietet ArcelorMittal Construction ein breites Spektrum an Verbunddecken-Profilen mit Höhen von 40 bis zu 70mm an. Je nach Anwendung und Zielsetzung kann neben der Profilhöhe auch zwischen verschiedenen Blechstärken gewählt werden, so dass stützungsfreie Spannweiten von über drei Metern erreicht werden können. Durch die Einführung einer weiteren Zwischendicke für die Cofrastra 56S wurde ein wirtschaftlicherer Einsatz ermöglicht, außerdem sind Brandschutz-Berechnungen der Verbunddecken nun dank Vereinfachung der DIN-Norm EN 1994-1-2 schneller möglich.

Effizienter bauen dank schwimmender Auflagerung

Neu ist zudem die sogenannte schwimmende Auflagerung der Cofrastra 40, die in der Vergangenheit über eine projektbezogene Zustimmung im Einzelfall (ZiE) bauaufsichtlich geregelt wurde. Da sich diese Bauweise schon an zahlreichen Hochhausprojekten bewährt hat, konnte sie nun in die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung übernommen werden. Bei der schwimmenden Auflagerung werden die Profiltafeln im Bauzustand lediglich auf eine temporäre Unterstützung nahe der Tragstruktur aufgelegt. Die Einbindung in das Tragwerk wird durch den Ortbeton gewährleistet und nach den Regeln des Betonbaus ausgeführt. Die Cofrastra 40 dient dann als Schalung und Feldmomentenbewehrung. „Neben der Einsparung von Bewehrungsstahl hat diese Bauweise große Vorteile für den Bauablauf, insbesondere beim Anschluss zu aufgehenden Betonbauteilen wie Treppenhauskernen oder Betonwänden“, erläutert Pfeiffer.

Weniger Kraneinsatz, kürzere Bauzeiten

Generell bieten Verbunddecken zahlreiche Vorteile, die die Basis für gestalterisches und wirtschaftliches Bauen mit hohem ästhetischen Anspruch bilden. Am häufigsten wird die Cofrastra-Verbunddecke auf Grund ihrer einfachen und schnellen Montage  eingesetzt, so dass Krankapazitäten als kritische Stelle der Baulogistik eingespart werden können und eine kurze Bauzeit erzielt wird.

Schalung und Montageschiene in einem

Zudem können Cofrastra-Verbunddecken als selbsttragende Schalung eingesetzt werden, wo traditionelle Schalungssysteme mit üblichen Unterstützungen oder erforderlichen Zugänglichkeiten nicht verwendet werden können. Im Bauzustand dienen die Stahlprofile als Arbeitsbühne. Im Endzustand entstehen schlanke, leichte Deckentragwerke, die im Fall der Cofrastra-Verbunddecken auch eine einfache Montage von Installationsleitungen, Gebäudeausrüstung  oder abgehängten Decken ermöglicht. Spezielle Elemente können einfach in die hinterschnittene Profilgeometrie eingesetzt werden und nutzen die Verbunddecke als Montageschiene für das Abhängen von einzelnen Lasten ohne Bohren, Schrauben und Dübel. So entstehen optimale und flexible Tragwerke in einer effizienten Bauweise.

Mit der Designhilfe Cofra5 bietet ArcelorMittal Construction Architekten und Ingenieuren online (www.arcelormittal.com/cofra5.htm) die Möglichkeit, ihre Deckenkonstruktionen vorzubemessen und die Ergebnisse auszudrucken. 

Weitere Informationen zu Cofrastra-Verbunddecken gibt es am Standort Brehna bei Matthias Köhler, Telefon +49 3 49 54 455 37.

Pressekontakt und Anfrage Bilder in Druckauflösung: Arne Langner, arne.langner@arcelormittal.com, +49 221 5729 219.

Zurück zur Übersicht