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Wir machen Stahl

Vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt – unser Geschäft reicht weltweit vom Eisenerz- und Kohleabbau bis hin zu einer breiten Palette von Stahlprodukten und Dienstleistungen. 2014 haben wir 63,9 Millionen Tonnen Eisenerz und 7 Millionen Tonnen Kokskohle abgebaut, insgesamt haben wir 93,1 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt.

Verarbeitung
Um Stahl herzustellen, muss zunächst Roheisen produziert werden. Dieses wird aus Eisenerz durch die Reduktion mit Kohlenstoff erzeugt. Der Kohlenstoff wird aus Kohle (Koks) gewonnen. Der Prozess beginnt mit der Verarbeitung von Eisenerz, das zunächst gemahlen wird. Dabei wird Erz  extrahiert. Das so gewonnene feinkörnige Eisenerz kann nun zu grobkörnigen Klumpen, sogenannten Pellets, Sinter oder Stückerz verarbeitet werden. Die Kohle wird in einem Koksofen von Verunreinigungen gesäubert, um eine nahezu reine Form von Kohlenstoff zu erhalten.
Das Gemisch von Eisenerz, Kohle und weiteren Hilfsstoffen wird in einem Hochofen auf erhitzt. Im Verarbeitungsprozess, der sogenannten Hochofenroute, wird so  Roheisen hergestellt. Als Nebenprodukte entstehen hier Schlacke (wird im Straßenbau verwendet) und Kohlenmonoxid (wird zum größten Teil der Reststoffverstromung zugeführt).
Das Roheisen enthält noch sehr viel Kohlenstoff, deshalb muss es weiter mit Sauerstoff behandelt werden. Dabei entsteht der flüssige Stahl. Bei der Behandlung des Stahls im Konverter werden weitere Stoffe je nach gewünschten Eigenschaften des Stahls zugegeben. Danach wird der Stahl in Form gebracht: er wird in Strang oder Kokille gegossen. Jetzt spricht man vom Halbzeug. Wird der Stahl weiter gewalzt, wird er zu einem Coil aufgerollt und z.B. zur Auto- oder Weißwarenproduktion weiter verwendet.

ArcelorMittal verfügt über eine diversifizierte Palette an Produktionsanlagen für Stahl. Benutzt wird einerseits das Linz-Donawitz-Verfahren (LD-Verfahren) im beschriebenen Hochofenprozess, aber auch der Elektro-Lichtbogenofen. Bei diesem ist nicht geschmolzenes Eisenerz der wichtigste Rohstoff, sondern recycelter Stahlschrott, der direkt zu neuem Stahl geschmolzen und mit Legierungen veredelt wird. Unsere Werke in Bremen und Eisenhüttenstad produzieren auf Basis von Hochöfen in integrierten Werken Flachstahl, während die Walzstraße in Duisburg mit Rohstahl aus der Elektroofen-Produktion beliefert wird und in Hamburg in einem eigenen Elektroofen Schrott geschmolzen und zu Draht weiterverarbeitet wird.

Fertige Produkte
Geschmolzener Stahl aus den Öfen durchläuft Stranggießanlagen und wird zu Platten, Blöcken und Knüppeln geformt. Diese primären Stahlprodukte werden durch Warm- und Kaltwalzprozesse in eine breite Palette von fertigen Stahlprodukten transformiert. Die Platten werden zu flachen Produkten gerollt, Blöcke werden zu Trägern  und anderen strukturellen Formen verarbeitet, Knüppel werden zu Stangen und Stäben geformt.
Unser Stahl wird in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt, darunter Automobil-, Bau-, Haushaltsgeräte- und Verpackungsindustrie. Vom grundliegenden Stahl bis zu fortgeschrittenen Produkten, von Langstahlprodukten bis zu Flachen, vom Standard bis zu Spezialprodukten, vom „einfachen“ Kohlenstoffsstahl bis zu Edelstahl-Legierungen – ArcelorMittal ist in der Lage, einer breiten Palette von Kundenanforderungen in verschiedenen Branchen gerecht zu werden.