ResponsibleSteel™

ResponsibleSteel™ ist der erste globale Multi-Stakeholder-Standard und eine Zertifizierungsinitiative der Stahlindustrie, um die verantwortungsvolle Produktion und Beschaffung von Stahl voranzutreiben. ArcelorMittal spielt seit 2015 eine entscheidende Rolle bei der Etablierung dieses Standards.

ResponsibleSteel™ ist eine gemeinnützige Organisation, die Nachhaltigkeitsstandards und ein unabhängiges Zertifizierungsprogramm für die Stahlwertschöpfungskette entwickelt hat. Im Kern handelt es sich dabei um eine Zusammenarbeit mehrerer Stakeholder aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. An dieser einzigartigen Initiative sind inzwischen über 40 Mitglieder und Partner beteiligt, die sich aus Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf der ganzen Welt zusammensetzen.

Informationen zur globalen Rolle von ArcelorMittal bei ResponsibleSteel™ gibt es hier. Die deutschen Produktionsstandorte von ArcelorMittal in Bremen, Duisburg, Eisenhüttenstadt und Hamburg haben den Zertifizierungsprozess begonnen, um anschließend den Standard ResponsibleSteel™ zu erhalten.

Geschichte
Im November 2019 veröffentlichte ResponsibleSteel™ den Leistungsstandard für Stahlhersteller. Er enthält 12 Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien. Mitglieder, die den Standard anwenden, können ihre Kunden so darüber informieren, wie ihre soziale und ökologische Leistung geprüft wird. ArcelorMittal war eine treibende Kraft bei der Schaffung von ResponsibleSteel™ und ist heute im Verwaltungsrat vertreten. Bei der Entwicklung des ResponsibleSteel™-Standards arbeitet ArcelorMittal mit anderen Stahlunternehmen wie Blue Scope, Voestalpine und Aperam zusammen, sowie mit einer Reihe von Stakeholdern aus der gesamten Stahl-Wertschöpfungskette wie Anglo American, den Automobilherstellern Daimler und BMW, den zivilgesellschaftlichen Organisationen Mighty Earth, IUCN und der Climate Group, der Bank HSBC und der globalen Gewerkschaft IndustriAll.

Nachdem in den Jahren 2018 und 2019 Pilotaudits an den ersten Standorten von ArcelorMittal durchgeführt wurden, während sich der Standard noch in der Entwicklung befand, hat ArcelorMittal im Jahr 2020 mit der Zertifizierung verschiedener Standorte innerhalb des Konzerns begonnen, darunter auch der der europäische Flach- und Langstahlbereich. In Deutschland gehören die Flachstahlwerke in Bremen und Eisenhüttenstadt dazu, für den Langstahlbereich sind die Werke in Duisburg und Hamburg vertreten. 

Unser Ansatz
Wir wissen, wie wichtig die Schaffung einer Norm ist, um sicherzustellen, dass die Kunden der Stahlindustrie - und damit die Verbraucher - darauf vertrauen können, dass der von ihnen verwendete Stahl in jeder Phase verantwortungsbewusst beschafft und produziert wurde. Durch die Schaffung eines Multi-Stakeholder-Forums zur Vertrauensbildung und Konsensfindung zielt ResponsibleSteel™ darauf ab, die verantwortungsvolle Beschaffung, Produktion, Verwendung und das Recycling von Stahl durch die Entwicklung von Normen, Zertifizierungen und damit verbundenen Instrumenten zu fördern. Dazu gehört es auch, Risiken zu analysieren und zu antizipieren. Mit Erreichen der Zertifizierung verpflichten wir uns dazu, die Standards von ResponsibleSteel™ anzuwenden und einzuhalten.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gern direkt über die Kontaktmöglichkeiten auf den Webseiten der beteiligten Werke an uns (siehe rechts auf dieser Seite). Im Sinne einer transparenten Unternehmensführung veröffentlichen wir an dieser Stelle ebenfalls die Richt- und Leitlinien, denen wir uns als Konzern verpflichtet haben - siehe dazu den Downloadbereich auf dieser Seite.   

ResponsibleSteel™ hat folgende Prinzipien:

Prinzip 1.   Unternehmensführung
Prinzip 2.   Sozial-, Umwelt- und Governance-Managementsysteme
Prinzip 3.   Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Ortsgemeinde
Prinzip 4.   Arbeitsrechte
Prinzip 5.   Menschenrechte
Prinzip 6.   Lokale Gemeinschaften
Prinzip 7.   Einbeziehung von Interessengruppen und Kommunikation
Prinzip 8.   Klimawandel und Treibhausgasemissionen
Prinzip 9.   Lärm, Emissionen, Abwässer und Abfälle
Prinzip 10. Wassermanagement
Prinzip 11. Artenvielfalt
Prinzip 12. Stilllegung und Schließung