Verantwortung für Nachhaltigkeit

Mit diesem neuen Jahresüberblick zur Nachhaltigkeit setzen wir die 2015 angefangene Berichterstattung bei ArcelorMittal Germany fort. Unsere Leistungskennzahlen am Ende dieses Berichts zur Nachhaltigkeit basieren auf dem internationalen GRI-Standard G4. So werden sie über die ArcelorMittal-Gruppe hinweg vergleichbar und bilden für unser Tun eine wesentliche Richtschnur.

Gesundheit und Sicherheit bleiben weiter höchste Priorität für uns. Im vergangenen Jahr gab es bedauerlicherweise zwei tödliche Unfälle in unseren deutschen Werken. Wir werden unsere Bemühungen daher weiter mit Nachdruck vorantreiben, damit Unfallrisiken dauerhaft vermindert werden können. In der Umweltperformance gab es bei Wasser- und Energieverbrauch wie auch bei Staub-, Schwefel- und Stickoxidemissionen deutliche Fortschritte, bei den CO2-Emissionen allerdings keine spürbare Verbesserung. Dort gilt es, mit neuen Technologien in Zukunft klare Fortschritte zu erreichen.
Die Digitalisierung setzt sich an vielen Stellen weiter durch und trägt zu reibungslosen Arbeitsprozessen bei. Ein Beispiel ist das automatisierte Coil-Lager mit automatischer Lkw-Entladung, das ArcelorMittal vergangenes Jahr im Stahl Service Center in Edenkoben installiert hat. Responsible Steel ist ein Standard, der in Zukunft eine Zertifizierung für nachhaltige Stahlproduktion anbietet. Unsere Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt gehören seit 2018 weltweit zu den ersten Werken, die zertifiziert worden sind. Hamburg und Duisburg folgen in diesem Jahr.

Bei einem Blick hinter die Kulissen zur Langen Nacht der Industrie konnten sich Interessierte in unserem Werk in Bremen vergangenes Jahr selbst davon überzeugen, dass der Stahlherstellungsprozess nicht nur faszinierend, sondern auch nachhaltig und effizient ist. In Eisenhüttenstadt wurde unterdessen das seit fünf Jahren bestehende „Stahldiplom für Kinder“ auch 2018 erfolgreich fortgeführt. Während dieses Sommerferienprogramms lernen Kinder Berufsbilder wie Metall- und Elektrotechniker kennen und können sich auch selbst in der Praxis erproben. Ausbildung sichert fähigen Nachwuchs. Unser Stahlhandel passt aktuell sein Konzept für die Anforderungen der Zukunft an, um Ausbildung noch gewinnbringender für Unternehmen und Mitarbeiter zu gestalten. Aber auch im Stahlwerk selbst können neue Methoden für besseres Arbeitsklima sorgen. ArcelorMittal Hamburg hat 2018 Kühlwesten für die Mitarbeiter eingeführt, damit die Kollegen auch an heißen Sommertagen bei physiologisch optimalen Körpertemperaturen arbeiten können.
Energieeinsparung spielt auf andere Weise auch in Duisburg eine große Rolle. Das Werk ist Mitglied im lokalen Energieeffizienz-Netzwerk und konnte dort zeigen, wie wir uns mit Energiedatenerfassung und -monitoring nachhaltig verbessern, außerdem durch serverbasierte Kopplung von Energiedaten mit Produktions- und Qualitätsdaten die Produktion effizienter gestalten.

Innovativer Stahl bietet wegweisende Lösungen für Infrastrukturbauten. Ob es nun um den Einsatz von Trägern und Trapezprofilen für weitgespannte Decken beim Parkhausbau wie in Wiesbaden geht oder einen vorübergehenden Unterbau für eine alte Brücke in der Nähe von Osnabrück: Lösungen aus Stahl bieten nachhaltige Vorteile. Das zeigt sich auch in der Kombination von Spundwänden und Walzprofilen für Brücken - um zeitsparend, umweltfreundlich und kostengünstig zu bauen. Im Gebäudebau hat ArcelorMittal Steligence® auf den Markt gebracht, ein grundlegend neues Konzept für den Einsatz von Stahl beim Bauen. Es steht für mehr Nachhaltigkeit im Lebenszyklus von High-Performance-Gebäuden und bringt Planer, Designer, Architekten und Ingenieure zusammen, um den Gebäudebau ganzheitlich anzugehen. Dazu ergeben sich wirtschaftliche, ökologische und soziale Vorteile.

Weitere Beispiele aus Deutschland, die Berichte der vergangenen Jahre sowie Details zu den Nachhaltigkeitskriterien finden Sie auf unserer Internetseite hier