14.09.2018 | ArcelorMittal Stahlservice Center

Digitalisierung: ArcelorMittal investiert 3,5 Mio. Euro in Edenkoben

Spannende Jobprofile am Standort und im Konzern

Industrie 4.0

Die Edenkobener Niederlassung des größten Stahlherstellers der Welt, ArcelorMittal, investiert im Rahmen eines umfassenden Investitionsprogramms insgesamt 3,5 Mio. Euro in den weiteren Ausbau des Standorts. Rund 2,5 Mio. Euro werden bis Ende 2018 investiert sein. Eine weitere Million Euro ist für 2019 vorgesehen.

Der Standort Edenkoben ist ein Stahl Service Center. Dort wird Flachstahl, der auf tonnenschweren Blech-Rollen, so genannten Coils, in unterschiedlichen Qualitäten aus den eigenen Stahlwerken angeliefert wird, für Kunden individuell zugeschnitten und konfektioniert. Rund 100 Mitarbeiter produzieren dort im Jahr auf vier Produktionsanlagen 210.000 Tonnen Spaltband und Tafeln. Die in Edenkoben verarbeiteten Stähle werden an viele unterschiedliche Industrie-Unternehmen geliefert. Dazu zählen unter anderem Automobilindustrie, Bau und Maschinenbau, Haushaltsgeräteindustrie, Regalebau, Ladeneinrichtungen sowie Hersteller von Heizkörpern, Heizungs- und Klimaanlagen.

Neue Mitarbeiter sind willkommen

Olaf Gouasé, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Edenkoben, freut sich über das Standort-Bekenntnis von ArcelorMittal: „Ich freue mich, dass ArcelorMittal den Standort Edenkoben mit dieser großen Investition weiter entwickelt und insbesondere für unsere jungen Menschen als attraktiver Arbeitgeber den Wirtschaftsstandort Verbandsgemeinde Edenkoben noch attraktiver macht."

Vielfältige Investitionen in Anlagen und Software

Zu den Kernpunkten der Investition gehören die vollautomatische Messung von Breite und Dicke bei der Stahlverarbeitung, die vollautomatische Welleneinstellung an den Anlagen sowie die Automatisierung von Schrottentsorgung und Abbindestation. In Planung ist zudem ein automatisiertes Coillager mit automatischer LKW-Entladung. Es soll bis Mitte 2019 in Funktion sein. Bis Ende 2018 soll zudem ein neues ERP-System (Enterprise-Resource-Planning) installiert werden. Dabei handelt es sich um eine Software, mit der Prozesse, Anlagen und Mitarbeiter vernetzt werden. „Wir versprechen uns von der neuen Software vor allem eine deutliche Effizienzsteigerung und eine wesentlich verbesserte Transparenz", erläutert Walter. Der Standort Edenkoben ist dabei Pilotniederlassung für den Bereich der europäischen Stahl-Service Center des Weltkonzerns.

Für Peter Walter ist dies allerdings nur der erste Schritt in Richtung Digitalisierung. „Wir stoßen hier einen Prozess an, der uns die nächsten Jahre ständig begleiten wird", so der Niederlassungsleiter. „Gerade deshalb benötigen wir junge Kollegen und Kolleginnen als Verstärkung, für die digitales Leben heute schon selbstverständlich ist und die unseren Wandel aktiv begleiten können."