13.06.2019 | ArcelorMittal Deutschland

Weniger CO2 durch mehr Bahnverkehr

ArcelorMittal will den Versand noch umweltfreundlicher machen.

Auch im Versand CO2 sparen

ArcelorMittal nutzt in Deutschland für die Rohstoffversorgung zu fast 100% den umweltfreundlichen Transport mit der Bahn. Für die Belieferung der Kunden geht das leider nicht immer. Dennoch hat sich ArcelorMittal auch beim Versand die weitere Reduktion von CO2-Emissionen auf die Fahnen geschrieben.

2018 hat ArcelorMittal in Deutschland acht Millionen Tonnen Stahl und Stahlprodukte versandt. Davon wurden 37 Prozent mit der Bahn, 43 Prozent per LKW und 20 Prozent per Schiff transportiert. Damit liegt ArcelorMittal Deutschland im Vergleich zur Stahlbranche weit vorn. Im Durchschnitt versenden deutsche Stahlhersteller ihre Produkte nur zu 17 Prozent auf der Schiene.

Einzelwagenverkehr ​​

Weit mehr als die Hälfte der per Bahn versandten Produkte wird im Einzelwagenverkehr befördert. Einzelwagenverkehr bedeutete, dass einzelne Waggons von ArcelorMittal gesammelt und innerhalb des Bahnnetzwerks mit Waggons anderer Versender zu einem Zug zusammengestellt und befördert werden. Quasi wie bei Bahnreisenden in einem Zug: jeder kommt woanders her und will woanders hin, alle nutzen für einen Teil ihres Weges den gleichen Zug.

Der Einzelwagenverkehr ist für die Bahnen eine große logistische Herausforderung. Im Masterplan Schienengüterverkehr bekennt sich die Bundesregierung aber dazu, den Einzelwagenverkehr in Deutschland weiterzuführen. In einigen Ländern wie Polen oder Frankreich ist dieser vor allem wegen der hohen Kosten bereits weitgehend abgeschafft. ​

Voraussetzungen schaffen für den Umstieg vom Lkw auf die Bahn

Für ArcelorMittal ist es wichtig, auch im Verkehrsbereich Emissionen einzusparen. Das geht aber nur, wenn die Bahnunternehmen dafür die notwendigen Voraussetzungen bieten. Wie das erreicht werden kann, erarbeitet derzeit eine Arbeitsgruppe aus Bundesverkehrsministerium, Deutscher Bahn und Wirtschaftsverbänden.

Sybille Klipstein, Global Buyer bei ArcelorMittal - European Procurement Organisation and Logistics, hat dazu eine klare Vision: „Wir können die 37 Prozent des Transports über die Schiene auf 50 Prozent steigern und damit fast vier Millionen Tonnen emissionsarm über die Schiene transportieren. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen entsprechend optimiert werden."

Für ArcelorMittal sind im Bahnverkehr vor allem sechs Bereiche wichtig: Kosten, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Lead Time, Servicequalität rund um den Versand sowie Auswirkungen auf die Umwelt.

Probleme beim Bahntransport beseitigen

Noch immer sind bei vielen dieser Indikatoren Lastwagen die günstigere Alternative für die Transporte, vor allem wenn der Kunde Spezialanforderungen hat. Dafür gibt es mehrere Gründe: Kapazitätsengpässe bei der Bahn, fehlende Informationen, nicht verfügbare Waggons, fehlende Gleise beim Kunden oder Baustellenplanung sind nur einige davon.

Potenziell könnten mit der weiteren Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene nicht nur Kosten, sondern auch mehr als die Hälfte der Emissionen und Energie eingespart werden. „Das motiviert uns, weiter daran zu arbeiten, mehr Versand auf die Schiene zu bringen", kommentiert Sybille Klipstein.