07.05.2019 | ArcelorMittal Hamburg

Einer von uns

17 Jahre Pendeln: Swen Stave fährt seit 17 Jahren zwischen Hamburg und Mecklenburg Vorpommern, zwischen Arbeit und seiner Familie hin und her.

Ganz sicher: Swen Stave ist einer von uns. Zwar ist er seit 2001 über die externe Firma Wako angestellt, aber er arbeitet seit über 17 Jahren fest für das Hamburger Werk. Und er ist deshalb nicht wegzudenken aus der ArcelorMittal-Mannschaft.

Sein Arbeitgeber Wako Nord ist, im Bereich Werkschutz tätig, seit einiger Zeit auch im Abfallmanagement. Das Dienstleistungsunternehmen ist spezialisiert auf das Kerngeschäft Sicherheit und ist damit genau der richtige Partner für ArcelorMittal. Die speziellen Anforderungen erfüllt er mit seinen sechs weiteren Wako Nord-Mitarbeitern, für die Stave seit über zwei Jahren als geprüfte Fachkraft für Schutz und Sicherheit zuständig ist. Zum Werkschutz gehören Brandschutz, aber auch Erste Hilfe, Alarmdienste sowie Störungsbearbeitungen.

Der Schwerpunkt von Swen Staves Tätigkeit ist unter anderem die gesamte Besuchsverwaltung, Wägetätigkeit, LKW-Abfertigung, Veranstaltungsvorbereitungen, daneben die Beauftragung von Abfall- und Entsorgungsunternehmen und noch vieles mehr. 2001 hat Stave als Springer angefangen. Zwei Jahre später wurde er fest für ArcelorMittal eingeplant. Das freut ihn, faszinieren ihn doch nach all den Jahren immer noch die Funktionsweise des Elektrolichtbogenofens sowie die unterschiedlichsten Aufgabengebiete, die er betreuen darf.

„Kein Tag gleicht dem anderen – täglich gibt es neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt“, und die Stave auch täglich für das Hamburger Werk meistert. So zum Beispiel, wenn ein LKW-Fahrer eine rote Ampel auf dem Werksgelände übersieht – sei es, weil die Augen gerade woanders waren, der Kulturkreis des Fahrers eine rote Ampel anders interpretiert oder sonstige Gründe – Stave muss sich darum kümmern und nachhaken, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Da auch die Speditionen immer globaler arbeiten, ist das gar nicht so einfach: Manchmal geht es auf Deutsch, manchmal auf Englisch, manchmal nur mit Hand und Fuß – und manchmal hilft alles nichts. Dann kontaktiert Stave die Spedition. So etwas ist allerdings ein Einzelfall. Muss es ja auch bei einem Durchlauf von 90 bis 120 LKW täglich auf dem Werk. „Fett gehabt“, nennt Stave es, wenn mal alles zusammen kommt an einem Tag.

Mindestens ebenso wichtig wie die Werksicherheit ist für Stave die perfekte Planung von Veranstaltungen. Spannend fand er zuletzt etwa die Blutspende-Aktion, für die er die Räumlichkeiten vorbereitete – zusammen mit Azubis, die „alle hochmotiviert bei ArcelorMittal sind“, attestiert er den jungen Leuten. Schön, wenn die Jugend voll dabei ist und das auch gewürdigt wird. Die siebzehnjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit Staves mit ArcelorMittal allein ist schon einen Applaus wert.

Eine weitere Höchstleistung vollzieht der externe Mitarbeiter aber auch durch seine Fahrten von und zum Arbeitsplatz. Denn seit er für das Hamburger Werk arbeitet, pendelt er. Als Wochenendpendler ist seine Hausstrecke: Mecklenburg Vorpommern – Hamburg. Ging es früher alle sieben Tage für drei Tage nach Hause, pendelt er seit zwei Jahren alle fünf Tage für zwei Tage nach Mecklenburg Vorpommern. Das sind 270 km einfache Strecke, jeden Freitag hin und jeden Sonntag zurück. Und das seit 17 Jahren, da kommt einiges an Kilometern zusammen. Kein Wunder, dass es Stave zuhause eher ruhig liebt. Unter der Woche bewohnt er ein kleines Apartment im alten Land vor den Toren Hamburgs. Mit seiner Familie lebt er an den Wochenenden in Mecklenburg Vorpommern auf einem alten Bauernhof in einem 150 Seelen-Dorf, auf dem er eine Zeit lang auch Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen hielt. Platz genug ist da auf den etwa zweieinhalbtausend Quadratmetern Grund – eine Größenordnung, die in der Hamburger Stadt undenkbar wäre. Mit der Zeit ist das aber insbesondere für seine Frau zu viel Arbeit geworden, ist sie doch unter der Woche allein mit den Kindern. Heute gehören zur Familie nur noch zwei Hunde, die allerdings verschiedenartiger nicht sein könnten. Der eine - ein großer Bärenhund - lebt draußen auf dem Hof, der andere, passend für den Wohnbereich, ist ein Zwergdackel.

Als gelernter Maurer kann Stave vieles zu Hause selbst machen – wenn er denn mal zu Hause ist. Sein aktuelles Projekt ist der Bau eines Swimmingpools. Den hat er im letzten Sommer bereits fast fertig gestellt. Jetzt hofft Swen Stave, dass auch der nächste Sommer so viele Sonnenstunden wie der letzte bereithält. Wenn es einen Orden dafür gäbe, Stave hätte ihn verdient: für seine jahrzehntelange Treue zu Mecklenburg Vorpommern und seinen Hamburger Arbeitgeber sowie seinen unermüdlichen Einsatz für ArcelorMittal – zusammen mit seinen weiteren Kollegen von Wako Nord.​