13.02.2020 | ArcelorMittal Deutschland

Ab sofort Recyclingpapier statt Plastikfolie im Musterversand bei ArcelorMittal Construction:

Umstellung von PE-Luftposterfolie auf recycelte Wellpappe verringert Plastikmüll und schont Öl-Ressourcen

Umwelt- bzw. Klimaschutz ist zweifellos das Thema der Stunde. Auch ArcelorMittal Construction möchte seinen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit sowie zum Ressourcen- und Umweltschutz leisten. Neben großen Schritten, wie der Neuentwicklung der iQ+-Reihe, einem leistungsstarken und zugleich umweltfreundlichen Sandwichpaneel-System für die Gebäudehülle, können auch viele kleine Schritte zum Ziel führen. Einer dieser kleinen Schritte ist die Umstellung von Kunststoff-Luftpolsterfolie auf Recyclingpapier im Musterversand.

ArcelorMittal Construction versendet pro Jahr hunderte Warenmuster an seine Kundschaft. Um Transportschäden zu vermeiden, wurden die Muster bislang in Luftpolsterfolie eingeschlagen. Das allerdings jetzt ist Geschichte. Ab sofort werden alle Warenmuster mit umweltfreundlichem Recyclingpapier vor Transportschäden geschützt.

Die Abkehr von der Kunststofffolie ist in vielerlei Hinsicht gut für die Umwelt. In Deutschland wird derzeit weniger als 30 Prozent des Kunststoffmülls „stofflich“ verwertet, das heißt zur Herstellung neuer Produkte verwendet. Der Rest wird „thermisch verwertet“ – was nichts anderes als Verbrennung bedeutet. Oder er wird exportiert. Viele „ärmere“ Länder haben jedoch zuletzt Importverbote für industriellen und gewerblichen Plastikmüll aus der westlichen Welt in Kraft gesetzt - allein China hatte jährlich 560.000 Tonnen deutsches Altplastik abgenommen. Mit dem Importstopp hat sich das Plastikmüllproblem in Deutschland zusätzlich verschärft, was dazu führt, dass noch mehr Müll in der Müllverbrennungsanlage landet.

Generell ist es keine so schlechte Idee, statt fossiler Brennstoffe, wie Kohle, Öl, Gas etc., heimischen Müll in Heizkraftwerken zu verwerten, um damit Strom zu erzeugen. Zumal gerade der Plastikbestandteil im Müll einen hohen Erdölanteil mit einem entsprechend hohen Brenn- bzw. Heizwert besitzt. Jede Tonne verbrannten Mülls muss nicht CO2-intesiv aus der Erde gebaggert oder gebohrt werden. Problematisch ist, dass bei der Plastikmüllverbrennung hochtoxisches Dioxin entsteht, das der entstandenen Müllschlacke und Asche anhaftet. Ungefähr fünf Millionen Tonnen dieser giftigen Schlacken fallen jährlich in Deutschland durch Müllverbrennung an. Anschließend wird die Schlacke kreuz und quer durch die Republik gefahren und in der Regel in trockenem Salzgestein oder Bergwerksstollen endgelagert. Zum Beispiel bringen regelmäßig LKW Giftschlacken aus einer Anlage im Hamburger Hafen zu einem Salzstock nahe Teutschenthal. Ob die Giftschlacke dort wirklich sicher lagert und die Dioxine nicht vielleicht doch irgendwann ins Grundwasser gelangen können, darüber gibt es in der Wissenschaft geteilte Meinungen. Einigkeit jedoch herrscht aber darüber, Kunststoffmüll idealerweise erst gar nicht entstehen zu lassen.

ArcelorMittal Construction hat mit der Umstellung auf Recyclingpapier im Musterversand einen ersten kleinen Beitrag dazu geleistet. An einem sehr viel größeren Schritt arbeitet AMC Brehna derzeitig mit Hochdruck: Anfang 2020 soll die neue Verpackung unserer Sandwichpaneele einsatzfähig sein, die auf den Kunststoff Styropor verzichtet und stattdessen ein gleichwertiges Surrogat aus recycelter Hartpappe nutzt.