06.12.2021 | ArcelorMittal Bremen

    Industrie 4.0 in der Ausbildung

    Die Metallausbildung in Bremen hat sich einen 3D-Drucker angeschafft, mit dem aus Kunststoff und aus Verbundstoffen individualisierte und hochkomplexe Bauteile gefertigt werden k├Ânnen.


    Neuer 3D-Drucker in der Ausbildungswerkstatt

    Das 3D-Druckverfahren, oder auch additive Fertigung genannt, ermöglicht eine hohe Gestaltungsfreiheit. Auf diesem Wege wird das Fortschreiten neuer Technologien in unserer Ausbildung noch stärker berücksichtigt und gefördert.

    Schon seit einigen Jahren wird das Verfahren des 3D-Drucks in der Industrie verwendet, um Prototypen oder Einzelbauteile herzustellen. Besonders in Bereichen, in denen geringe Stückzahlen, ein hoher Grad an Individualisierung oder eine besonders komplizierte Geometrie gefragt ist, wird sie vermehrt eingesetzt. Das Verfahren ermöglicht die schichtweise Produktion komplexer Bauteile auf Basis von 3D-Konstruktionsdaten.

    Der 3D-Druck wird von nun in das Ausbildungskonzept integriert. Die Auszubildenden starten ihre Ausbildung mit einem ganzjährigen Projekt. Sie erhalten an ihrem ersten Tag alle benötigten Materialien für den Bau eines kleinen Formel-1-Wagens mit E-Motor und Solarzellen und haben für ihr erstes Ausbildungsjahr die Aufgabe, sich selbst zu organisieren, Maschinen zu reservieren und alle benötigten Teile zu fertigen, um den Formel-1-Wagen am Ende des Jahres zusammenbauen zu können. Mithilfe des 3D-Drucks können diese Wagen nun mit verschiedensten Lenkrädern, Spoilern oder anderen Teilen stärker individualisiert werden. Außerdem soll der Energytower des Formel-1-Wagens mit dem 3D-Druckverfahren produziert werden.


    Torge Rudolph, Auszubildender zum Industriemechaniker

    Torge Rudolph, Auszubildender zum Industriemechaniker, beschäftigt sich auch privat mit dem 3D-Druck und kann der Ausbildung viel Wissen über dieses neuartige Fertigungsverfahren beisteuern. Zuhause besitzt er selbst bereits zwei 3D-Drucker und hat diverse Teile angefertigt. Er hat dabei unterstützt, das richtige Modell für die Ausbildungswerkstatt zu finden.

    Im Auftrag des Bereiches Werkstätten (TLW) haben die Auszubildenden bereits Teile für den betrieblichen Einsatz gedruckt.