03.05.2021 | ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

QualifizierungsCentrum der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt: Seit 30 Jahren erfolgreicher Bildungsdienstleister für die Region mit neuer Geschäftsführerin

Am 12. Dezember 1990 wurde die QualifizierungsCentrum der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt (QCW) als Instrument des arbeitsmarktpolitischen Strukturwandels gegründet. Damals bestand die Aufgabe zunächst darin, arbeitsfähigen Menschen in der Region Perspektiven zur beruflichen Neuorientierung zu bieten.

Dreißig Jahre später sind nicht nur die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen andere, auch die Aufgaben des QCW haben sich gewandelt. Neue Maßnahmen und Projekte wurden aufgelegt, Inhalte der Weiterbildung orientieren sich zunehmend an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes, neue Qualifizierungsfelder wurden gefunden - kurz das QCW von heute ist DER Bildungsdienstleister der Region. Ein wichtiges Feld, das im gesamten Umland nur vom QCW angeboten wird, ist die Verbundausbildung. Gerade in Zeiten, in denen Unternehmen händeringend um Auszubildende werben, ist dieses Angebot für den regionalen Mittelstand überlebenswichtig. Aber das QCW bietet weit mehr. So gibt es das TrainingsCentrum für innerbetrieblichen Transport, das OrientierungsCentrum für die Berufsvorbereitung, die berufsbegleitende Ausbildung für Berufspädagogen und Meister, die Schweißerausbildung sowie Ausbildung für die Gastronomie und Integration.

Mit dem Projekt StartZeit konnte ein regionales Netzwerk für Unternehmer und Schüler etabliert werden. Das neueste Projekt „Bottom-up statt Top-down – Fachkarrieren neu gedacht“ wurde im Rahmen eines Innovationswettbewerbes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt. Ziel ist die modellhafte regionale Entwicklung exzellenter beruflicher Bildung und deren Attraktivitätssteigerung in strukturschwachen Gebieten. Von etwa 200 eingereichten Projektideen wurden 17 ausgewählt, darunter auch das Projekt des QCW mit seinen Verbund- und Kooperationspartnern.

Herzlichen Glückwunsch an das QCW mit seinen engagierten Mitarbeitern für die Beständigkeit auf dem Weg zum erfolgreichen Bildungsdienstleister.

Wechsel in der Geschäftsführung


Verena Sdorra (links) wird die neue Geschäftsführerin der QCW GmbH, und übernimmt von Ralf Hillburger die Leitung der überbetrieblichen Bildungseinrichtung.

Verena Sdorra wird von Ralf Hillburger, der sich Ende April in den Ruhestand verabschiedet, die Geschäftsführung für das QualifizierungsCentrum der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt übernehmen.

Die Diplomingenieurin für Umweltingenieurwesen und Verfahrenstechnik kam 2003 über ein Trainee-Programm in die EKO Stahl GmbH. Ihre ersten Berufsjahre absolvierte sie beim Umweltmanagement, bis sie 2014 als Leiterin des Zentralen Verbesserungsmanagement berufen wurde, später des Integrierten Managementsystems.

Nach 17 Jahren im Bereich Managementsysteme steht Verena Sdorra nun vor einer ganz anderen beruflichen Herausforderung. Es sind zwar ebenfalls Veränderungs- und Verbesserungsprozesse, die es zu gestalten gilt, allerdings im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung und Fachkräftesicherung in der Region. „Meine strukturierte Arbeitsweise, die Fähigkeit zur Selbstmotivation sowie zur Motivation von Kolleg*innen und meine Erfahrungen im Bereich Projektmanagement und Mitarbeiterführung werden mir hierbei helfen,“ betont die 44-Jährige.

Gerade weil ihr die beruflichen Erfahrungen im Bildungsbereich noch fehlen, weiß Verena Sdorra, dass es jetzt erst einmal darauf ankommt, die Vorgaben und Prozesse zu verstehen und vom Team QCW zu lernen: „Und gerade aufgrund der aktuellen Situation ergeben sich für das QCW gleich mehrere Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gilt: Erstens die Verstärkung der Aktivitäten zur Berufsorientierung für Jugendliche, die - auch bedingt durch die COVID19-Einschränkung - Schwierigkeiten haben, sich für einen Beruf bzw. Bildungsweg zu entscheiden. Zweitens: die zukunfts- und bedarfsorientierte Ausrichtung der unterstützenden Angebote des QCW in der Verbundausbildung sowie in Weiterbildung und Training für Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und drittens: die Sicherung und Entwicklung von Fachkräften für das QCW.“

Da bleibt nur noch, viel Erfolg und gutes Gelingen zu wünschen.