10.05.2021 | ArcelorMittal Brehna

Mit Technologie gegen Covid-19-Pandemie: ArcelorMittal Construction Deutschland setzt in Brehna innovatives Kontaktverfolgungssystem ein

Die Covid-19-Pandemie hält Deutschland und große Teile der Welt weiterhin fest im Griff. Da es bei der flächendeckenden Bereitstellung von Impfstoff zu Verzögerungen gekommen ist und auch weiterhin kommen wird, muss zum Lebens- und Gesundheitsschutz der Fokus weiterhin auf umfassende Hygienemaßnahmen und die Einhaltung der Abstandsregeln gesetzt werden.


Die SAFEDI Transponder werden deutlich sichtbar am Körper getragen

ArcelorMittal Construction Deutschland hat bereits zu Beginn der Pandemie ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Covid-19-Eindämmung getroffen. Angefangen mit Trennwänden in doppelt belegten Büros, der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und klar kommunizierten Mindestabstandsregeln bis hin zu wechselnden Bürobelegungen und schließlich Home-Office-Regelungen und Maskenpflicht außerhalb des eigenen Büros.

Neben Abstands- und Hygieneregeln wird vielerorts versucht, die Pandemie mit Hilfe moderner Technologie einzudämmen. Die Bundesregierung hat eine Handy-App entwickeln lassen und empfiehlt deren Nutzung. Diese Corona-Warn-App arbeitet nach dem Prinzip der Kontaktnachverfolgung. Die App soll den Handyeigentümer alarmieren, wenn wahrscheinlich ist, dass er in gefährdendem Umfang Kontakt mit einer infektiösen Person hatte. In diesem Fall sollen sofort alle infektionsgefährdenden Kontakte mit Dritten eingeschränkt werden, bis die Infektion durch ärztliche Untersuchung ausgeschlossen wurde. Das soll den zuständigen Behörden helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen und so die Ausbreitung der Covid-19- Pandemie einzudämmen.

Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet das SAFEDI System, nur dass hier nicht das Smartphone zum Einsatz kommt, sondern ein Transponder. ArcelorMittal Construction hat sich für das Safedi System entschieden, um das Infektionsrisiko durch Nahkontakte mit Kolleg*innen oder Besucher*innen noch weiter zu verringern und den Arbeitsplatz für die Belegschaft am Standort noch sicherer zu gestalten. Die Einführung dieses Systems wurde im Einvernehmen mit dem Betriebsrat beschlossen.

Beim SAFEDI (safe distance control) der Firma SAFEDI Distance Control handelt es sich um einen Transponder, welcher über folgende Funktionen verfügt:

• Abstandswarnung bei Nahkontakt

• Kontaktnachverfolgung von Nahkontakten durch anonymisiertes Nahkontakt-Tagebuch

Bei der Abstandsmessung wird der Bereich vorm Gesicht per Bluetooth abgescannt und das System warnt per akustischem und optischen Signal, sollte eine Person, die ebenfalls mit einem SAFEDI ausgestattet ist, die zuvor definierte Abstandsgrenze unterschreiten. Das Signal dient dem Zweck, das Verhalten anzupassen und die Distanz zu vergrößern. Durch die ständige Sichtbarkeit erinnert SAFEDI daran, einen sicheren Abstand zu halten.

Die Funktionsweise des Systems wurde den Mitarbeitenden durch eine zuvor qualifizierte Kollegin erläutert. Für den Erfolg des Systems ist es unerlässlich, dass jede/r Mitarbeitende seinen fest zugeordneten SAFEDI-Transponder nahe am Kopf, am Helm oder Jackenkragen trägt – offen und gut sichtbar für das Gegenüber. Der SAFEDI wird mit Zutritt zum Unternehmensgebäude morgens angelegt und mit Verlassen des Gebäudes zum Dienstende am SAFEDI Synchro Hub zur Synchronisierung und zum Aufladen an seinen Platz zurückgelegt.

Das Tragen des SAFEDI ist für alle Mitarbeiter*innen verpflichtend und gilt auch für Besucher*innen. Diese müssen rechtzeitig angemeldet werden und erhalten dann für die Dauer ihres Aufenthalts ebenfalls einen SAFEDI zugewiesen. SAFEDI speichert weder personenbezogene Daten (wie beispielsweise Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Gesundheitsdaten) noch Aufenthaltsdaten (Ortsdaten, Uhrzeiten, Dauer). Das Nahkontakt-Tagebuch speichert lediglich die Kontakte der Transpondernummern von SAFEDI zu SAFEDI. Ein Zugriff auf diese gespeicherten Nahkontakt-Transpondernummern erfolgt ausschließlich im Infektionsfall durch die in der Betriebsvereinbarung definierte Vertrauensperson.


Die SAFEDI Lade- und Datenübertragungsstation (Synchro Hub) der kaufmännischen Mitarbeiter*innen