25.05.2021 | ArcelorMittal Deutschland

ArcelorMittal-Träger können Fußball schauen - Neues Stadion für Karlsruher SC

Was aktuell den Zuschauern verwehrt wird, können zumindest nun die eingebauten Stahlträger der ArcelorMittal Stahlhandel Niederlassung Neckarsulm: Fußball schauen!


Die neue Dachkonstruktion im Stadion steht, jetzt fehlen nur noch die Zuschauer*innen.

Bis Mitte 2022 soll im Auftrag der Stadt Karlsruhe eine moderne, zukunftsfähige Spielstätte im Wildpark für mehr als 34.000 Zuschauer*innen entstehen. Das Projekt hat eine lange Geschichte.

Im Juli 2016 fiel der Startschuss (oder in diesem Fall eher Anpfiff): Nach jahrelangen Debatten genehmigte die Stadt Karlsruhe endlich ein neues Stadion für den Karlsruher SC. Die entsprechenden Grundstücke wurden erworben und ein Eigenbetrieb für den Stadion-Bau gegründet. Im Juli 2020 folgte der langersehnte Baubeginn. Die komplette Fertigstellung nimmt noch einige Zeit in Anspruch, soll allerdings voraussichtlich bis Herbst 2021 abgeschlossen werden.

Den Stahlbau, also die gesamte Tribünenüberdachung, übernimmt die Firma Stahlbau Süssen GmbH, ein treuer Kunde der Niederlassung Neckarsulm. Die Niederlassung betreut den Kunden in den Produktbereichen Hohlprofile, Bleche und Träger – sowohl vom Lager als auch im Projektgeschäft. Die Gesamttonnage des Auftrages beträgt ungefähr 1.500 Tonnen Walzträger. Besonders anzumerken ist, dass in dieser Tonnage 400 Tonnen britische UB Profile 610 x 305 x 238 in Güte Histar355 nach ETA 10/0156 enthalten sind. Dieses Profil wird als Sondervorschlag seitens des Stahlhandels für die Dachkonstruktion eingesetzt und ersetzt damit die ursprünglich geplanten Schweißprofile. Diese Träger wurden im Luxemburger Werk ArcelorMittal Differdingen produziert. Differdingen ist das einzige Herstellerwerk, das über eine Europäische Technische Zulassung (ETA) für die Histar-Güte verfügt. Das Besondere an dem Herstellungsprozess ist das sogenannte QST-Verfahren (Quenching and Self-Tempering), durch das die Träger mit einer außergewöhnlich hohen Qualität hergestellt werden können.

Das Zusammenspiel mit Kunde und Werk hat reibungslos funktioniert. Es bleibt zu hoffen, dass die Träger in Zukunft genauso viele Erfolge des Karlsruher SC erleben können – der Stahlhandel drückt die Daumen.