11.02.2021 | ArcelorMittal Deutschland

Internationaler Frauentag

Die Frauen bei ArcelorMittal


Ann-Kathrin Burmester, Vorarbeiterin in Hamburg

Am 8. März findet der internationale Frauentag statt. Anlass genug um einen Blick auf die Mitarbeiterinnen an den verschiedenen Standorten zu werfen. Denn obwohl die Stahlbranche nach wie vor eine Männerdomäne ist, gibt es sie: die Frauen bei ArcelorMittal. Künftig soll noch mehr getan werden, um den Frauenanteil zu steigern.

In der Vergangenheit hat sich bewiesen, dass eine vielfältige und diverse Belegschaft eine Vielzahl an Vorteilen für das Arbeits- und Betriebsklima mit sich bringt: Frische Ideen, neue Perspektiven und ein einladendes Umfeld, das die Unternehmensgrundsätze stärkt, sind nur einige davon. Es entsteht eine Atmosphäre, in der sich alle Mitarbeitenden wohl fühlen. Mit verschiedenen Aktionen und Kampagnen unterstützt der Stahlhersteller den Weg zu mehr Diversity.

Eine Aktion, die sich in den letzten Jahren bundesweit großer Beliebtheit erfreut hat, ist der Girl’s Day. Im Rahmen dieses Zukunftstages erhalten Mädchen Einblicke in vermeintliche „Männerberufe“. Bei ArcelorMittal dreht sich an diesem Tag alles um technische Ausbildungsberufe. Ein Highlight ist der direkte Blick in die Produktion, denn dort wird die Faszination Stahl mit allen Sinnen erlebbar: große Maschinen, glühender Stahl, beeindruckende Atmosphäre – das überzeugt.

So auch Ann-Kathrin Burmester, die bei ArcelorMittal in Hamburg als Vorarbeiterin tätig ist. Nach einer Stahlwerksführung war sie sofort Feuer und Flamme und entschied sich für eine Ausbildung als Instandhalterin im Gießbetrieb – diesen Schritt hat sie nie bereut. Nach der Ausbildung absolvierte sie direkt die Weiterbildung zur Industriemeisterin. „Die Kollegen erkennen dich an, wenn du in der Praxis Ahnung hast und mit anpackst. In einem echten Team spielt das Mann-Frau-Thema keine Rolle. Es geht einfach darum, gemeinsam einen guten Job zu machen“, erzählt die 29-Jährige. In Hamburg ist sie eine von acht Frauen, die in der Produktion tätig sind. Insgesamt gibt es am Standort 39 Mitarbeiterinnen, sechs von ihnen mit Personalverantwortung – viel Potenzial nach oben.

In Eisenhüttenstadt ist man einen Schritt weiter. Derzeit sind insgesamt 561 Mitarbeiterinnen angestellt, das macht gemessen an den 2.842 Beschäftigten am Standort einen Anteil von 19,7 Prozent. Auch in der Produktion ist die Quote mit 13,6 Prozent vergleichsweise hoch. Diese Zahlen liegen in der Vergangenheit begründet. Im ehemaligen Osten Deutschlands war der Beschäftigungsanteil der Frauen schon immer etwas höher. Grund dafür war das umfassende Kinderbetreuungssystem der DDR – 1989 gab es einen nahezu vollständigen Betreuungsgrad. Die Mentalität, dass Frauen nach der Geburt des Kindes schnell wieder in den Beruf einsteigen, ist auch nach der Wiedervereinigung geblieben.

In Vertrieb und Verwaltung ist die Mitarbeit engagierter Frauen heute Gang und Gebe, in der Produktion sind Mitarbeiterinnen eine Seltenheit. Aber egal ob in Hamburg, Duisburg, Eisenhüttenstadt, Bremen, im Bereich Construction, in den Stahlservicecentern oder im Stahlhandel – Frauen finden nach und nach den Weg in die Stahlindustrie. Damit das in Zukunft so bleibt und die Frauenquote allgemein steigt, ergreift ArcelorMittal eine Reihe familienfreundlicher Maßnahmen. So werden beispielsweise die Betreuungskosten bezuschusst und flexible und individuell angepasste Teilzeitmodelle ermöglicht. Sollte für eine Mitarbeiterin nach der Rückkehr aus der Elternzeit keine Schichtarbeit mehr möglich sein, gibt es alternative Einsatzoptionen oder Weiterbildungsmaßnahmen. Und vielleicht wird dank solcher Schritte die Männerdomäne irgendwann von Frauen erobert.