- Belgien, Frankreich Luxemburg und Spanien schließen sich LESS an
- Frederik Van De Velde in den Vorstand von LESS berufen
Die ArcelorMittal-Unternehmen in Belgien, Frankreich, Luxemburg und Spanien haben sich dem Low Emission Steel Standard
(LESS) angeschlossen, nachdem ArcelorMittal Deutschland bereits 2024 Gründungsmitglied der Initiative geworden war. Darüber
hinaus ist Frederik Van De Velde, CEO von ArcelorMittal Belgium, in den Vorstand von LESS berufen worden.
LESS
ist ein freiwilliger Standard zur Unterstützung der Dekarbonisierung der Industrie. Mit dem Beitritt von Stahlproduzenten,
die fast 45 Prozent der Stahlproduktion in Europa repräsentieren, ist nun ein wichtiger Schritt in Richtung eines einheitlichen
und glaubwürdigen Kennzeichnungssystems für CO2-reduzierten Stahl in Europa erfolgt. Denn, während die Nachfrage
nach CO2-reduziertem Stahl steigt, wird nach wie vor der Großteil des in Europa produzierten Stahls auf herkömmliche
Weise hergestellt.
Enormes Potenzial für Stahlhersteller in Europa
„Derzeit gibt
es keine branchenweite Definition oder einen einheitlichen Standard für CO2-reduzierten Stahl. Wir wünschen uns
eine breite Anwendung des Low Emission Steel Standard, damit er sich schlussendlich als anerkannter Standard für unsere
Branche etabliert und von Herstellern, Kunden und Regulierungsbehörden unterstützt wird“, betont Frederik
Van De Velde. „Ein einheitlicher Standard ist für Fortschritte bei der Dekarbonisierung unserer Branche von entscheidender
Bedeutung. Ein wichtiger nächster Schritt muss die Festlegung verbindlicher Nachhaltigkeitskriterien für öffentliche
Projekte sein, um die Verwendung von Stahl mit niedrigen CO2-Emissionen zu fördern und grüne Leitmärkte zu
schaffen, die von entscheidender Bedeutung sind.“
Mit XCarb® Vorreiter bei emissionsarmem
Stahl
ArcelorMittal ist der führende Anbieter von Stahl mit niedrigen CO2-Emissionen in Europa und verkaufte
im Jahr 2024 400.000 Tonnen seines XCarb®-Stahls. Für dieses Jahr wird ein weiterer Anstieg der Verkaufszahlen erwartet.
Eine breite Palette von ArcelorMittal-Produkten ist bereits als XCarb® erhältlich, entweder als XCarb®
aus recyceltem und erneuerbarem Stahl (hergestellt in einem Elektrolichtbogenofen mit Strom aus regenerativen Quellen
und einem hohen Anteil an recyceltem Stahl) oder als XCarb®-Stahlzertifikate, die zusammen mit dem Kauf von physischem
Stahl erworben werden können. Die Zertifikate werden von ArcelorMittal ausgestellt und basieren auf CO2-Einsparungen,
die von einer unabhängigen Stelle geprüft wurden.
Grüne Leitmärkte im Fokus
Der im März dieses Jahres veröffentlichte Aktionsplan der Europäischen Kommission für Stahl und Metalle
enthält eine Reihe von Vorschlägen, die nach ihrer Umsetzung die Etablierung grüner Leitmärkte in Europa
weiter stärken könnten. Das künftige Gesetz zur Beschleunigung der Dekarbonisierung der Industrie zielt darauf
ab, Resilienz- und Nachhaltigkeitskriterien für europäische Produkte im öffentlichen Beschaffungswesen einzuführen,
um die Nachfrage nach in der EU hergestellten Metallen mit geringen CO2-Emissionen zu stimulieren. So sollen Leitmärkte
geschaffen werden, die den Einsatz von CO2-reduzierten Stählen in Sektoren wie der Automobilindustrie oder dem Bauwesen
fördern.
Was die Reduzierung von CO2-Emissionen in größerem Umfang betrifft, optimiert ArcelorMittal
weiterhin seinen Dekarbonisierungsprozess, um seine Wettbewerbsfähigkeit und eine angemessene Kapitalrendite sicherzustellen.
Groß angelegte Dekarbonisierungsprojekte schreiten aufgrund unzureichender politischer und marktbezogener Entwicklungen
langsamer voran als ursprünglich erwartet. Die aktuellen Investitionen in Europa konzentrieren sich auf ein neues Elektrolichtbogen-Werk
in Gijón (Spanien) und die Erweiterung eines Elektrolichtbogen-Werks in Sestao (Spanien), mit denen das Unternehmen
seine Kapazitäten zur Herstellung von XCarb®-Stahl mit geringen CO₂-Emissionen weiter ausbauen will.
