06.09.2013 | ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

Sorge wegen zusätzlicher Belastungen aus Energie- und Klimapolitik

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt setzt voll auf Effizienz, sieht Wettbewerbsfähigkeit dennoch gefährdet. Das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt gehört zu den energieeffizientesten Standorten der ArcelorMittal-Gruppe. Am Standort Eisenhüttenstadt betreibt die Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke (VEO) GmbH ein Kraftwerk, das Hüttengase aus der Roheisen- und Stahlproduktion von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt nutzt (so genannte Hüttengasverstromung) und mit umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung in Elektro- und Wärmeenergie umwandelt.

Copyright: ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

Annalena Baerbock, die Landesvorsitzende der Grünen, und der grüne Europaparlamentarier Reinhard Bütikofer haben sich heute bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt während einer Besichtigung des Kraftwerks davon überzeugen können, dass Umwelt und Energieeffizienz für Brandenburgs größten Stahlstandort eine wichtige Rolle spielen. Das Werk bezieht schon heute einen Großteil der benötigten Energie aus der umweltfreundlichen Hüttengasverstromung. Dafür hat ArcelorMittal kontinuierlich in seine Anlagen in Eisenhüttenstadt investiert, um die Energieeffizienz zu steigern und den Stromverbrauch zu reduzieren.

"Für ein zukunftsfähiges Energiekonzept ist es wichtig, dass gerade die energieintensive Industrie sich ihrer klimaschutzpolitischen Verantwortungen bewusst ist. Politik und Industrie müssen diesbezüglich in einem engen Austausch stehen. ArcelorMittal geht hier mit gutem Beispiel voran", betont Annalena Baerbock.

In den kommenden Jahren sind eine Gichtgas-Entspannungsturbine im Kraftwerk der VEO und eine Erneuerung der Antriebe im Kaltwalzwerk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt geplant. "Damit wird mehr als 20 Milionen Euro am Standort investiert, sinkt der Verbrauch und erhöht sich der Anteil an hüttengaserzeugter Elektrizität erheblich. Aus technischer Sicht sind keine signifikanten Effizienzsteigerungen mehr möglich.“, kommentiert Matthieu Jehl, CEO des Eisenhüttenstädter Werks.

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"Wir haben heute schon einen erheblichen Wettbewerbsnachteil in Deutschland durch zusätzliche Belastungen aus EEG und Stromsteuer. Ein Wegfall der besonderen Ausgleichsregelungen und Entlastungen würde für ArcelorMittal in Deutschland jährliche Mehrkosten von 170 Millionen Euro bedeuten, davon ca. 60 Millionen Euro in Eisenhüttenstadt", ergänzt Frank Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der ArcelorMittal Germany Holding, im Hinblick auf aktuelle politische EEG-Diskussionen. "Zum Erhalt unserer Wettbewerbsfähigkeit brauchen wir stabile Rahmenbedingungen. Zusätzliche Belastungen, wie sie in der aktuellen politischen Debatte vorgeschlagen werden, würden unsere Standorte in Deutschland und Arbeitsplätze akut gefährden."

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